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Portrait - Burn the World

portrai 2017xxlLabel: Metal Blade Records

Spielzeit: 46:38 min.

Genre: Heavy Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 25. August 2017

Der Heavy Metal! Die Musik einer rebellischen Jugend, geschmiedet in den tosenden Feuern der Hölle und gekühlt in den eisigen Flüssen Nifelheims, in grauen Vorzeiten, als die Männer noch echte Männer waren. Die Haare lang, der Blick voll Stolz und Ernst und der Bizeps wohl definiert und groß. Eine Zeit in der Whimps und Poser noch regelmäßig die Hall leaven mussten und der Geist des wahres Stahls noch Legionen von Heavy Metal Kriegern beseelte! Wie ein Donnerschlag aus dieser längst vergangenen Zeit grollt das neue Album des schwedischen Old School Kommandos „Portrait“ heran.
Eröffnet wird der satanische Reigen mit einem stimmigen Intro aus Orgelklängen und Chorälen, der dann nahtlos in das erste Stück „Burn the World“ übergeht. Gnadenlos geiler Heavy Metal mit skandinavischer Prägung. Das Ganze erinnert stellenweise gerne mal an King Diamond und Mercyfull Fate, ohne jedoch wie ein Rip off zu klingen. Allerdings steht und fällt der Heavy Metal für mich immer mit der Qualität des Gesanges, dabei trifft Per Lengstedt auf diesem Posten aber problemlos den Nagel auf den Kopf. Ganz großes Kino. Die Gitarren dürften meiner Meinung nach etwas fetter sein, das ist aber jammern auf hohem Niveau, denn der Klang ist ansonsten nicht weiter zu beanstanden. Dominiert wird das Album von einem wahnsinnig coolen Old School Flair und ungeheurer Spielfreude. Mag zwar nicht die feinste Wortwahl sein, aber „Burn the world“ hat einfach extrem dicke Eier.
Die restlichen Stationen haben mit durchschnittlich fünf bis acht Minuten Spielzeit schon einiges auf dem Kerbholz, was gerade im letzten Viertel dafür sorgt, dass sich das ganze vom Spannungsbogen her etwas zieht und ich glaube, dass so circa anderthalb Minuten weniger pro Song dem ganzen keinen Abbruch getan, aber durchaus die Spannungsmomente verdichtet hätte. Davon abgesehen ist aber durchaus Abwechslung geboten. Die Tempi werden variiert, nach circa 2/3 gibt es ein akustisches Interludium, um vorm letzten Akt noch mal die Stimmung zu verdichten, und im Song „Likfassna“ werden wir sogar mit ein paar Synthesizer Kirmesorgelklängen verwöhnt, die den Gesamteindruck noch um ein weiteres, nettes Detail ergänzen. „Likfassna“ und „Mine to Reap“ sind zusammen mit dem Opener auch die Highlights der Platte, wobei eigentlich kein Song so wirklich unten durch fällt.
Unterm Strich haben wir hier ein außergewöhnlich geiles Heavy Metal Album das jeden Fan der Musik in freudige Erregung versetzen sollte. Ich versuche mit XXL-Wertungen eigentlich sparsam zu sein, aber hier keine zu geben, das wäre nicht fair.

Kai B.

XXL WertungXXL

Tracklist:

1. Saturn Return (Intro) 00:54
2. Burn the World 06:14
3. Likfassna 05:58
4. Flaming Blood 05:14
5. Mine to Reap 05:20
6. Martyrs 07:45
7. Further She Rode 01:52
8. To Die For 04:32
9. Pure of Heart 08:49

Cryptic Wanderings - You Shall Be Tere

Cryptic WanderingLabel: Forever Plagued Records

Spielzeit: 40:38 min.

Genre: Black Metal

Info: /

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Früher nannten sich die Kollegen mal Amnion, laufen aber seit 2012 unter dem Namen Cryptic Wanderings durch die Weltgeschichte. Nach einer Split mit ihren spanischen Landsmännern von In the Shadows von 2015, gibt es nun den ersten Longplayer der Band. Und der weiss durchaus zu gefallen, denn es gibt handwerklich richtig gut gemachten Black Metal, der mit einigen kleinen, aber feinen Elementen (wir z.B. dezenten Keyboard-Einsätzen, oder einigen episch angehauchten Passagen...) gekonnt aufgewertet wird. Dazu gesellen sich gut eingesetzte Variation im Tempo, ein cool/krasser Gesang und eine finstere Atmosphäre und fertig ist ein mehr als solides Black Metal Album geworden. Und auch wenn wir hier sicherlich kein Genre-Highlight vor uns haben, das die Jahrhunderte überdauern wird, so finde ich bei den Herren von der iberischen Halbinsel eigentlich nix großartiges auszusetzen! Das Teil ist definitiv mit dem Willen aufgenommen worden, sich vom 08/15-Sound ein gutes Stück abzusetzen - und das ist Cryptic Wanderings auch gelungen. Mir gefällt's, denn ich brauche nun wirklich nicht bei jeder neuen Band irrsinnig ausgefallene Innovationen, oder jeglichen Rahmen sprengende Originalität. "You shall be there..." hat mich ausgezeichnet unterhalten und genau das ist schliesslich des Pudels Kern! (Natürlich spreche ich von einem pechschwarzen Pudel!!!) Gutes Teil, das Teil!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. She Is My Redemption 04:15
2. Grim Foundations over Trasmoz 03:43
3. There Shall You Find, and There Alone, Your Tomb 04:21
4. The Perpetual False Martyr 05:34
5. ...a Herald of Atrocities 05:05
6. My Sinister Cortege 05:22
7. F.E.A.L. 04:58
8. The Primitive Darkness of Torrero 07:20

Vulture - The Guillotine

vulture the guillotinexxlLabel: High Roller Records

Spielzeit: 38:29 min.

Genre: Heavy Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

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VÖ-Datum: 25. August 2017

Zwei Hände, die angespannt nach oben zeigen, um die Gefahr abzuwenden. Darüber die scharfe, mit Blut verschmierte Klinge einer Guillotine, bereit ihrem nächsten Opfer das Leben zu nehmen. Tatsächlich trifft die Musik der deutschen Senkrechtstarter Vulture die Hörer mit tödlicher Präzision. Acht bis ins letzte Detail ausgefeilte Songs, die dich auf den Boden drücken und mit offenem Mund zurücklassen. Was die vier Überzeugungstäter auf ihrem Debüt „The Guillotine“ abliefern, ist für mich schon jetzt eines der besten Alben der letzten Jahre. Nicht nur national, sondern weltweit.

Auf „The Guillotine“ greift jedes Zahnrad ins nächste. Trotzdem sollte die Gitarrenarbeit von „M. Outlaw“ und „S. Genözider“ herausgestrichen werden. Die Riffs sind messerscharf und doch melodisch, die Vorlieben für die „alten“ NWBHM-Helden stets präsent. Hört Euch „Adrian's Cradle“ an! Kaum zu glauben, dass „M. Outlaw“ auch bei den unsagbar dumpfen Wifebeater in die Saiten greift, was meine Begeisterung überraschenderweise nicht schmälert. Passend ausgesuchte Intros sowie der voluminöse Sound – die Drums klingen richtig „groß“ – runden die bei „High Roller Records“ erscheinende Veröffentlichung in jeder Hinsicht perfekt ab.

2016 wählten die Leser des Underground-Sprachrohres Deaf Forever Vulture zum Newcomer des Jahres. Das Quartett hat diesem Druck Stand gehalten und die Leistung der tollen 2016er-EP „Victim of the Blade“ mit Leichtigkeit in den Schatten gestellt. Wenn Ihr Euch in diesem Jahr nur eine einzige Scheibe zulegen wollt, dann sollte es „The Guillotine“ sein!

Torben Jablonski

XXL WertungXXL

Tracklist:

1. Vendetta
2. Clashing Iron
3. Triumph Of The Guillotine
4. Electric Ecstasy
5. Adrian's Cradle
6. (This Night Belongs) To The Dead
7. Paraphiliac
8. Cry For Death

Attic - Sanctimonious

attic 2017xxlLabel: Ván Records

Spielzeit: 64:04 min.

Genre: Heavy Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

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VÖ-Datum: bereits erschienen

"Sanctimonious" dürfte wohl eines der Alben sein, auf das die Metal-Gemeinde am sehnsüchtigsten gewartet hat, war doch das Debüt der Kollegen ein kleiner Meilenstein in der Metal-Welt. Fünf Jahre hat man sich im Hause Attic für den Nachfolger Zeig gelassen und das Ergebnis spricht für sich! Die Gelsenkirchener Jungs (die beste Mucke kommt halt immer noch "aussem Pott"!) haben ihren Sound ordentlich verfeinert, aber keineswegs verändert (höre ich da einige von Euch laut aufatmen??), was ich natürlich extrem begrüßenswert finde. Auch heuer beglückt man uns mit grandiosem Heavy Metal der klassischen Art mit einer großartigen Grusel-Gänsehaut-Atmosphäre, wie man sie außerhalb des "King Diamond-Universums" so gut wie nie zu hören bekommt. Das Konzeptalbum (über Texte bzw. deren Inhalt lasse ich mich an dieser Stelle ganz bewusst nicht aus, da mir diese leider nicht vorliegen...) begeistert von Vorne bis Hinten, es funktioniert allein deshalb schon so fantastisch, weil es sich unheimlich dicht und homogen präsentiert, hier einzelne Songs hervorzuheben, oder gar für sich allein sprechen zu lassen, wäre grober Unfug. Dieses Werk muss man definitiv am Stück hören, um es komplett zu erfassen und genießen zu können. Die Songs sind kraftvoll und enorm mitreißend, der Gesang von Meister Cagliostro erklimmt nie gehörte Sphären, der gute Mann präsentiert sich unglaublich vielseitig und intoniert die herrlichen Stücke voller Inbrunst. Bei diesem Album finde ich überhaupt nix zu meckern, sondern ziehe es mir lieber schnell nochmal rein, bevor der Zauber dieser Musik wieder verfliegt! Eine geile Band!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. Iudicium Dei
02. Sanctimonious
03. A Serpent in the Pulpit
04. Penalized
05. Scrupulosity
06. Sinless
07. Die Engelmacherin
08. A Quest for Blood
09. The Hound of Heaven
10. On Choir Stalls
11. Dark Hosanna
12. Born from Sin
13. There is no God

Leng Tch'e - Razorgrind

Leng Tche 2017Label: Season of Mist

Spielzeit: 36:32 min.

Genre: Grindcore

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Ganze sieben Jahre hat es gedauert, bis Belgiens Krawallkapelle Leng Tch'e endlich wieder mit einem neuen Album in den Startlöchern steht. Verlernt haben sie glücklicherweise nichts, auch anno 2017 gibt es kompromisslosen Grindcore auf die Öhrchen. Handwerklich top, ordentlich brutal und ohne Gnade geht es von der ersten Sekunde an los und dieses Level wird locker bis zum Ende gehalten. Dabei sind die Belgier keineswegs eintönig unterwegs, sondern schaffen es, trotz des doch recht engen musikalischen Rahmens, eine gewisse Vielseitigkeit an den Tag zu legen. So klingt gerne eine ordentliche Death Metal Breitseite durch, hin und wieder wird auch mal das Tempo ein ganz klein wenig gedrosselt und auch der Punk schaut mal vorbei. Niemals wird dabei aber das Wichtigste aus den Augen verloren: Herrlich aggressive Gewalteruptionen zu kreieren und auf die Menschheit loszulassen. Nur der letzte Song "Magellanic shrine" fällt ordentlich aus dem Rahmen. Nicht nur, dass er mit einer Spielzeit von 6:36 länger ist, als drei andere Tracks zusammen, auch musikalisch geht es in eine etwas andere Richtung: So gibt es einen coolen Mid-Tempo-Death Metal-Song zu hören, verdammt fett und mit einem unwiderstehlichen Groove versehen. Ein hochinteressantes Experiment, welches ich mal als gelungen bezeichnen möchte, auch wenn mir die Hochgeschwindigkeit-Songs einen Ticken besser gefallen. Insgesamt also ein verdammt gelungenes Comeback-Album, das jeden Grindcore-Fan entzücken dürfte!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Gundog Allegiance (1:26)
2. Indomitable (1:29)
3. Cibus (1:29)
4. Spore (2:20)
5. AnarChristic (1:08)
6. Stentor of Doom (1:56)
7. Redundant (2:47)
8. Commitment Fail (2:19)
9. The Red Pill (3:03)
10. Species. Path. Extinction. (2:52)
11. Guinea Swine (3:24)
12. Cirrhosis (2:35)
13. I Am the Vulture (2:57)
14. Magellanic Shrine (6:36)

Ereb Altor – Ulfven

Ereb Altor 2017Label: Hammerheart Records

Spielzeit: 49:12 min.

Genre: Viking Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Zwei liebliche Damenstimmen erklingen und entführen uns mit rezitierten Passagen aus der Edda, auf schwedisch vorgetragen, in eine Welt der vergangenen Mythen und Heldensagen. Ereb Altor aus Schweden laden zum Thing, um uns von den alten Tagen zu berichten, als Wölfe und Krieger durch die Nordlande streiften.
Dabei setzen die vier Recken mehr auf eine düstere, naturmystische Atmosphäre, als auf ausgiebiges Folk Geklimper mit epischen Chören und orchestralen Klängen. Natürlich mischen sich immer mal wieder Akkustikgitarre und Keybord in das Gesamtgefüge, aber immer dezent genug, damit der Fokus auf den klassischen Saiteninstrumenten und dem Schlagzeug liegt. Das Besondere hierbei ist, dass „Ulfven“ dabei fast komplett auf Screams oder Growls verzichtet und sich sehr stark auf den eindrucksvollen Klargesang von Frontman Mats konzentriert. Erst im vorletzten Stück „Gleipnir“ kommen Black Metal lastige Screams das erste Mal auf Strophenlänge zum Einsatz und waren vorher höchstens mal zum Setzen von Akzenten in Gebrauch.
Erstaunlicherweise tut das der Qualität der Musik aber keinen Abbruch. Natürlich wirkt das Album dadurch, gerade in Kombination mit den eher gediegenen Instrumenten, nicht sonderlich auf Krawall gebürstet, hat seine Stärken aber in der Zugkraft der Melodien. Seien sie nun gespielt oder gesungen. Gesungen wird dabei auf schwedisch und englisch. Ob es einen speziellen Grund dafür gibt, weiß ich nicht, aber ziemlich genau auf der Hälfte der CD wechselt Mats von der Muttersprache ins Angelsächsische und leitet damit die schwärzere und aggressivere Phase des Albums ein. „Ulfven“ besticht bei diesem Wechsel durch einen gekonnt aufgebauten Spannungsbogen, der sich im bereits erwähnten „Gleipnir“ dann entlädt und im großen Finale „Bloodline“ dann noch einmal alles Revue passieren lässt.
Summa summarum haben wir hier ein schönes, rundes Viking Metal Album, dem es allerdings auf gesamter Länge etwas an Pepp fehlt. Den ein oder anderen Tobsuchtsanfall hätte das Album gut gebrauchen können. Aber auch so qualifiziert sich „Ulfven“ als solides Machwerk. Wer mit Viking Metal gut aus kommt, macht hier bestimmt keinen Fehler.

Kai B.

XXL WertungL

Tracklist:

1. Völuspá 02:12
2. En synd svart som sot 06:59
3. Av blod är jag kommen 07:07
4. The Rite of Kraka 05:12
5. Ulfven 05:41
6. Wolfcurse 06:09
7. Gleipnir 05:18
8. Bloodline 10:34

Engulfed - Engulfed in Obscurity

EngulfedxxlLabel: Hellthrasher Productions

Spielzeit: 48:32 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Mein Vater hat mal gesagt: „Wenn du nicht immer das selbe finden willst, darfst du nicht immer an der selben Stelle suchen“. Das habe ich mir stets gemerkt und daher kann es vielleicht kommen, dass ich immer hellhörig werde, wenn ich von Bands höre, die ihre Musik an, für Metalverhältnisse, exotischen Orten verwirklichen. Eine dieser Bands ist Engulfed aus der Türkei, einem Land von dem ich auf Anhieb nicht sagen könnte, ob ich schon einmal bewusst eine Band von dort gehört hätte, die Metal produziert. Engulfed selber sind dabei noch relativ frisch und haben bis auf eine Vier-Song-EP namens „Through the eternal Damnation“ noch nichts auf dem Kerbholz, sind allerdings schon seit 2010 aktiv. Gespannt wie ein Flitzebogen setze ich mir also den Kopfhörer auf und lausche den Klängen des Intros „Escalation of Darkness“ und stürze, nachdem ich knapp zwei Minuten von den hypnotisch, repetetiven Gitarren eingefangen wurde, in eine bodenlose Dunkelheit.
Von Sekunde eins des Stückes „The halls of grim eternity“ verschluckt einen das Album und zieht einen in eine pechschwarze Welt aus morbidem Chaos und bedrückender Ungewissheit, genau so wie der Bandname es einem ankündigt. Verwaschen und rumpelig im Sound, mal disharmonisch und rasend, mal stakatohaft, fast schon hypnotisch walzend. Sänger Serkan zeigt eindrucksvoll, was man aus einer klassischen Death Metal Stimme alles raus holen kann und die beiden Gitarristen Kasil und Mustafa sind so einfallsreich und raffiniert, dass beide selten länger als ein paar Sekunden das selbe Riff spielen. Das Album ist im allgemeinen so Detailreich, dass man erst einmal überfordert ist und gar nicht weiß, wo man überall hin hören soll und kann dazu noch mit originellen Ideen aufwarten. Wie im Stück „Mayhemic flames of Doom“ in dem man sich schon am Ende des Songs zu wissen glaubt, an dem man mit einer beunruhigenden Klangkulisse hinaus begleitet wird, nur damit wenige Sekunden vor Schluss noch einmal ein Riffgewitter über einen herein bricht. Auch der Titelsong „Engulfed in obscurity“ ist ein waschechter Hitkandidat. Allgemein bietet das Album unglaublich viel Abwechslung und Hörgenuss. Tempiwechsel, lange und trotzdem spannende Songs, eine beklemmende Atmosphäre, dabei eine Prise Dead Congregation oder Morbid Angel, ohne dabei jedoch auch nur für fünf Pfennig wie ein Klon zu klingen und das alles auf 50 Minuten, die wie in Trance vergehen, bevor einen das drei minütige Outro „The blackendes skies“ wieder zurück an den Anfang der Platte führt, um einen dann in der Dunkelheit allein zu lassen.
Freunde, ich will es kurz machen. Engulfed bohren hier die ganz dicken Bretter und zwar so grandios, dass ich gerade enorme Schwierigkeiten habe, ein Death Metal Release aus diesem Jahr zu finden, das mich so umgehauen hat, wie „Engulfed in Obscurity“. Für mich ist dieses Release eine faustdicke Überraschung und ich bin mir zu 100% sicher, dass ich ganz gehörig ein Auge auf diese Band werfen werde in Zukunft.

Kai B.

XXL WertungXXL

Tracklist:

1 - Escalation of Darkness
2 - The Halls Of Grim Eternity
3 - Conqueror From Beyond The Outer Gates
4 - Engulfed In Obscurity
5 - Invocation Of Death And Misery
6 - Demonic Manifest Of Devastation
7 - Inseminated With Demon Seed
8 - Mayhemic Flames Of Doom
9 - The Blackened Skies

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