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Ereb Altor – Ulfven

Ereb Altor 2017Label: Hammerheart Records

Spielzeit: 49:12 min.

Genre: Viking Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Zwei liebliche Damenstimmen erklingen und entführen uns mit rezitierten Passagen aus der Edda, auf schwedisch vorgetragen, in eine Welt der vergangenen Mythen und Heldensagen. Ereb Altor aus Schweden laden zum Thing, um uns von den alten Tagen zu berichten, als Wölfe und Krieger durch die Nordlande streiften.
Dabei setzen die vier Recken mehr auf eine düstere, naturmystische Atmosphäre, als auf ausgiebiges Folk Geklimper mit epischen Chören und orchestralen Klängen. Natürlich mischen sich immer mal wieder Akkustikgitarre und Keybord in das Gesamtgefüge, aber immer dezent genug, damit der Fokus auf den klassischen Saiteninstrumenten und dem Schlagzeug liegt. Das Besondere hierbei ist, dass „Ulfven“ dabei fast komplett auf Screams oder Growls verzichtet und sich sehr stark auf den eindrucksvollen Klargesang von Frontman Mats konzentriert. Erst im vorletzten Stück „Gleipnir“ kommen Black Metal lastige Screams das erste Mal auf Strophenlänge zum Einsatz und waren vorher höchstens mal zum Setzen von Akzenten in Gebrauch.
Erstaunlicherweise tut das der Qualität der Musik aber keinen Abbruch. Natürlich wirkt das Album dadurch, gerade in Kombination mit den eher gediegenen Instrumenten, nicht sonderlich auf Krawall gebürstet, hat seine Stärken aber in der Zugkraft der Melodien. Seien sie nun gespielt oder gesungen. Gesungen wird dabei auf schwedisch und englisch. Ob es einen speziellen Grund dafür gibt, weiß ich nicht, aber ziemlich genau auf der Hälfte der CD wechselt Mats von der Muttersprache ins Angelsächsische und leitet damit die schwärzere und aggressivere Phase des Albums ein. „Ulfven“ besticht bei diesem Wechsel durch einen gekonnt aufgebauten Spannungsbogen, der sich im bereits erwähnten „Gleipnir“ dann entlädt und im großen Finale „Bloodline“ dann noch einmal alles Revue passieren lässt.
Summa summarum haben wir hier ein schönes, rundes Viking Metal Album, dem es allerdings auf gesamter Länge etwas an Pepp fehlt. Den ein oder anderen Tobsuchtsanfall hätte das Album gut gebrauchen können. Aber auch so qualifiziert sich „Ulfven“ als solides Machwerk. Wer mit Viking Metal gut aus kommt, macht hier bestimmt keinen Fehler.

Kai B.

XXL WertungL

Tracklist:

1. Völuspá 02:12
2. En synd svart som sot 06:59
3. Av blod är jag kommen 07:07
4. The Rite of Kraka 05:12
5. Ulfven 05:41
6. Wolfcurse 06:09
7. Gleipnir 05:18
8. Bloodline 10:34

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