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Necrovorous - Plains of Decay

necrovorous coverxxlLabel: Dark Descent Records

Spielzeit: 43:24 min.

Genre: Brutal-Death-Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 29. September 2017

Wahrnehmung und Gefühl sind immer eine sehr subjektive Sache und in meiner Wahrnehmung kam in letzter Zeit gefühlt so viel von diesem düster, schweren und pechschwarzen Okkult/Transzendental Death-Metal raus, dass ich einfach heilfroh bin, hier mal wieder einen ordentlich Brutal-Death-Metal-Knüppel zu haben. Den offerieren uns heute die Griechen von Necrovorous. Die haben bisher eher mit einem Haufen von Splits, Demos und Compilations auf sich aufmerksam gemacht. So kommen die Jungs mittlerweile auf stolze 13 Veröffentlichungen, aber mit der aktuellen Platte gerade einmal auf zwei Full Lenghts. Aber jetzt ans Eingemachte, was bietet uns denn die grobe Kelle, die Necrovorous heute mit gebracht haben?
Nun, als erstes sei gesagt, dass „Plains of Decay“ alles andere als stumpf ist. In einer knappen Dreiviertelstunde bieten die Jungs nämlich so einiges an Abwechslung. Satte Grooves, thrashige Drums, Tempiwechsel, knackige Soli und viel Aggression. Der Song „Psychedelic tribes of doom“ ist eine prima Empfehlung, um sich einen Eindruck vom Album zu verschaffen. Aber auch der 59 Sekunden Grind-Quicki „Red Moon Rabies“ fügt sich in das Album, ohne wie ein Außenseiter zu wirken.
Ich könnte jetzt noch lange auf die sehr individuellen Parts der einzelnen Songs eingehen, begnüge mich aber damit, zu sagen, dass hier die Zahnräder alle perfekt ineinander greifen und das Songmaterial wie aus einem Guss wirkt, denn auch wenn zum Ende des Albums deutlich die Handbremse angezogen wird, verliert das Album weder an Energie noch Intensität. Trotzdem gebe ich hier als zweite Empfehlung noch das Instrumentale „Lost in a Burning Charnel Ground “ aus, welches in Kombination mit „Psychedelic tribes of doom“ gut zeigt, wovon ich hier eben sprach.
Von der Produktion her ist das ganze geordnet, aber nicht klinisch. Einzig die Drums wirken manchmal ein wenig seperiert und fügen sich nicht immer in den Gesamtklang ein. Dafür brettert der Bass ordentlich und die Gitarren sägen angenehm durchs Unterholz. Der Gesang ist so eine Sache. Ich persönlich finde diesen kehligen Gesang in den seltensten Fällen gut und auch hier schmeckt mir das Ganze nicht so richtig, es klingt dadurch ein wenig, wie auf die Musik drauf gesetzt und nicht, als wenn sie im Sound integriert wäre.
„Plains of Decay“ macht als Album wenig falsch. An einigen Stellschräubchen kann man sicherlich noch nach oben nachbessern, gerade im Mix, und dem Album fehlen auch ein wenig die Hits. Aber auch wenn Necrovorous sich hier nicht zwangsläufig für das Album des Jahres beworben haben, ist hier unbestreitbar ein echt starkes Death-Metal-Album entstanden, mit dem kein Fan der Musik etwas verkehrt macht. Wenn Euch die Scheibe über den Weg läuft, könnt ihr sie mit gutem Gewissen verhaften.

Kai B.

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. The Sun Has Risen in a Land I No Longer See
2. Cherish The Sepulture
3. Eternal Soulmates
4. Plains of Decay
5. Psychedelic Tribe of Doom
6. Faces of Addiction
7. Red Moon Rabies
8. Misery Lovers Dead Company
9. Lost in a Burning Charnel Ground
10. The Noose Tightens

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